fbpx

Golfbälle – 3 Dinge, die du unbedingt wissen solltest

Trackman Test: Golfbälle

Es gibt sie in allen möglichen Varianten, Farben, Marken und vor allem Preisklassen. Aber ist es wirklich nötig einen Premium Ball zu spielen, oder tut es auch ein günstiges Modell? Diese Frage stellt sich jeder Golfer irgendwann und wir helfen dir dabei zu verstehen, welche die relevanten Unterschiede sind und worauf du achten solltest. Wir haben es für dich getestet!

Einleitung

Golfbälle sind der einzige Teil des Equipments, den du bei jedem Schlag benötigst. Schenke ihm ein wenig Aufmerksamkeit. Generell gilt, egal für welches Modell du dich entscheidest, spiele nach Möglichkeit immer den gleichen Ball. Dadurch verhinderst du Performance Unterschiede und kannst dich auf dein Modell einspielen. Du solltest deine Golfbälle immer sauber halten, Dreckklumpen am Ball führen zu einer größeren Dispersion und lassen den Ball unkontrolliert aus der Richtung fliegen.

Die 3 Dinge, die du unbedingt wissen solltest

Da dies ein sehr ausführlicher Artikel ist, geben wir dir schon ein Fazit vorab. Allerdings war die Suche nach diesem Fazit nicht minder interessant, es lohnt sich weiterzulesen! 

  1. Suche deinen Ball vom „Tee zum Green“ aus. Die Performance von Golfbällen im langen Spiel ist (fast) zu vernachlässigen.
  2. Spiele immer denselben Ball – verschiedene Golfbälle verhalten sich vor allem bei den „Gefühlsschlägen“ (Chippen, Pitchen, Putten) extrem unterschiedlich.
  3. Es macht keinen Sinn mit dem besten und neusten Equipment einen alten, abgenutzten Ball zu spielen.

Wie kommen wir zu diesen Aussagen? 

Weil wir es getestet haben

Wir haben vor allem versucht Unterschiede in der Performance herauszufinden, die in Zusammenhang mit den Golfbällen selbst stehen. Im Vordergrund stand die Aufklärung über den Golfball als Teil des Equipments. Dass der Ball eine wichtige Rolle spielt, wissen wir bereits (aus Erfahrung). Aber ist der Unterschied zwischen Mittelklasse und Premium wirklich groß genug und somit die Mehrausgabe wert? Um das herauszufinden haben wir 2 Premium Bälle und einen Mittelklasse Ball getestet und Daten gesammelt, um dich fundiert über das Thema Golfbälle aufzuklären.

Ich möchte noch vorneweg schicken, dass jegliche Daten, auf die ich mich hier beziehe, auf Messungen mit neuen Bällen beruhen. Jeder Ball wurde nur ein einziges mal geschlagen (Ja, wir haben viele Bälle auf die Range geschossen und mit minimalem Verlust wieder eingesammelt). Benutze Bälle weichen sehr wohl von unseren Resultaten ab, abhängig vom Grad der Benutzung, Oberflächenbeschaffenheit, eventuelle Beschädigungen, etc. Dazu später mehr!

Getestete Bälle

Wir haben folgende Bälle getestet: 

Hersteller Modell Preis (UVP) Dtzd. Unsere Empfehlung
Titleist ProV1x 59,99 € Angebotspreis!
Callaway Chrome Soft X 54,99 € Angebotspreis!
Srixon AD333 30,00 € Angebotspreis!
Callaway Magna* 29,99 € Angebotspreis!

 

*Wir haben den Callaway Magna nicht getestet, möchten ihn aber aufführen. Die ausführliche Erklärung dazu findest du weiter unten.

Für Tech-Nerds:

Gemessen wurde mit Hilfe des Trackman 4 Radargeräts und es wurden nur Bälle gewertet, die innerhalb +- 3 mm vom Center der Schlagfläche getroffen wurden, um die Resultate so genau wie möglich zu halten und menschliches Versagen weitgehend auszuschließen (was natürlich nicht vollends möglich ist, aber wir haben unser Bestes gegeben!).

Trackman 4 Radargerät zum Messen von Golfbällen
Trackman 4 Radargerät

Nur unter folgenden Kriterien wurde ein Schlag in die Ergebnisliste aufgenommen:

Mit dem Driver

Geschlagen wurde ein Callaway Epic Flash Driver 9° mit HZRDOUS Yellow Hand-crafted Prototype X-stiff Schaft

Schwungbahn: +- 1,5° zu neutral 
AoA (Eintreffwinkel): +- 0,5° zu einem Attack Angle von + 1°
FtP (Schlagfläche zur Schwungbahn): +- 1,5°
Mittiges Treffen: +- 3 mm 
Schlägerkopfgeschwindigkeit: +- 1,5 mp/h zu 113mp/h mit einem Durchschnitt von 113,2 mp/h

Anmerkung: Wir wissen, dass dies nicht dem Durchschnitt eines Freizeit-Golfers entspricht, allerdings war es nicht einfach eine geringere Schlägerkopfgeschwindigkeit konstant zu wiederholen. Wir gehen davon aus, dass mit sinkender Geschwindigkeit auch die Lücke im Resultat kleiner wird.

Der Durchschnitt wurde aus 10 gewerteten Schlägen je Ball errechnet (wir mussten dafür insgesamt fast 300 neue Bälle schlagen).
Wir haben den Ball nach jedem Schlag zum nächsten Modell gewechselt. 

Nun zu unseren Ergebnissen und wie wir zu unserer Schlussfolgerung gekommen sind:

Schlagweite

Unterschieden wird bei der Schlagweite in „Carry“ und Gesamtdistanz. Während Gesamtdistanz selbsterklärend ist, bezeichnet „Carry“ die reine Flugweite der Golfbälle ohne Berücksichtigung des Rolls. Optimal ist (wie meistens), eine gute Mischung aus beidem, wobei der Carrylänge mehr Beachtung geschenkt werden sollte. 

Das Ergebnis der Schlagweitenmessung

Die Carry Flugweite der Bälle lag nicht weit auseinander. Die längste Durchschnittsflugweite lag bei 259m (Titleist ProV1x), dicht gefolgt von 258m (Callaway Chrome Soft X) und dann bei 254m (Srixon AD333). Es ist davon auszugehen, dass bei geringerer Schlägerkopfgeschwindigkeit eine kleinere Lücke entsteht. Ist es also sinnvoll einen Ball nach der Schlagweite auszusuchen? Entscheide selbst, wir finden dass für Hobbygolfer die Flugweite nicht der ausschlaggebende Faktor ist. Zumindest nicht, wenn die Wahl zwischen Mittelklasse und Premium gefällt wird. Wir haben zum Vergleich auch ein paar Rangebälle geschlagen, sie flogen nur 243m weit.

Golfbälle Schlagdaten
Wir haben Daten ohne Ende gesammelt

Ballspeed

Die Ballgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, mit welcher der Golfball die Schlagfläche verlässt. Sie ist durch die Equipment-Regeln des R&A (Regelorgan des Golfsports) auf beiden Seiten limitiert – durch den Ball selbst und auch dem benutzten Schläger. Dadurch bewegen sich die Hersteller ohnehin schon am Limit des Erlaubten. Unsere Messungen zur Ballgeschwindigkeit der verschiedenen Golfbälle ergab eine ähnliche Annahme, wie unser Fazit weiter oben. Wenn du nicht auf der Suche nach Peak-Performance bist, dann ist der Unterschied zu vernachlässigen.

164,2 mp/h mit dem ProV1x 
163,9 mp/h mit dem Callaway Chrome Soft X
162,3 mp/h mit dem Srixon AD333

Backspin (Rückwärtsdrall)

Backspin ist nötig, um dem Ball eine stabile Flugkurve zu ermöglichen. Dimples (Einkerbungen) auf der Schale des Balls sorgen für einen entsprechenden Auftrieb und verringern den Luftwiderstand. Auch wenn Backspin nötig ist, so sollte er trotzdem mit dem Driver nicht zu hoch sein. Ansonsten schraubt sich der Ball zu stark nach oben und landet mit einem zu steilen Landewinkel. In der Fachsprache sprechen wir von einem „ballooning ballflight“. Dies reduziert die Flugweite, sowie die Rolldistanz. Auf der anderen Seite kann der Ball aber auch zu wenig Backspin haben. Dann „stürzt“ der Ball ab und kann sich nicht in der Luft halten. 

Das Ergebnis des Spin-Tests:

In unserem Test sind die mit dem Driver geschlagene Golfbälle kaum in der erreichten Spinrate abgewichen. Im Maximalfall war die Spinrate (Durchschnitt) bei 2530 rpm (Callaway Chrome Soft X) und im niedrigsten Fall bei 2449 rpm (Titleist Pro V1x). Der Srixon AD333 lag bei 2518 rpm. Das ist ziemlich dicht beisammen! Hierzu sei erwähnt, dass wir nur Bälle gewertet haben, die unseren Treffmomentkriterien entsprachen. Bei nicht mittig getroffenen Golfbällen, war die Spinrate deutlich verschieden.

Da wir leider keine reproduzierbaren Testbedingungen mit schlecht getroffenen Bällen erzeugen konnten, haben wir keine ausreichenden Testergebnisse sammeln können, um darüber eine fundierte Aussage zu treffen. Allerdings zeichnete sich die Tendenz ab, dass sich schon bei kleineren Abweichungen in der Impact-Location der AD333 verabschiedete und etwas mehr zum „ballooning“ neigte. Da es sich hier nur um wenige Hundert rpm handelte und wir diese Annahme nicht bestätigen konnten, werden wir diesen „gefühlten“ Umstand nicht in unser Fazit einfließen lassen. 

Den größten Unterschied im langen Spiel fanden wir demnach nicht bei der Schlagweite, sondern in einem anderen, nicht minder wichtigen Bereich…

Dispersion (Verteilung der Bälle)

Eine gewisse Richtungsabweichung ist nicht zu vermeiden. Es sind zu viele dynamische Faktoren am Ballflug beteiligt, um einen Ball konstant zu einem Ziel in 260m Entfernung zu schlagen und es immer wieder zu treffen. Selbst mit Schlagrobotern entsteht eine gewisse Abweichung und diese ist teilweise schockierend groß. Diese „dynamischen“ Faktoren sind zum einen Umgebungsfaktoren, wie Wind, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, etc., aber auch materielle Faktoren, wie die Verformung des Golfballs, des Schlägerkopfes sowie die Biegung des Schafts. In diesem Bereich spielen Premium Bälle ihre Stärken aus – das zeigt unser Test!

Golfbälle Streuung in Meter
Titleist ProV1 21,1 Meter
Callaway Chrome Soft X 24,8 Meter
Srixon AD333 29,9 Meter
Range Bälle* 41,1 Meter

* Range Bälle: Wir haben zum Vergleich die Performance von Rangebällen getestet und haben diese nach optischen Kriterien ausgesucht. Sie waren nicht neu und wiesen Gebrauchsspuren auf. Wir haben sie nicht in unserem Testergebnis berücksichtigt, aber es ist „nice to know“.

In unserem Test offenbarte sich ein Unterschied, der für uns nicht unerheblich war. Auch optisch flogen die Bälle unterschiedlich konstant und manche Flugkurven waren – nun ja, sagen wir unvorhergesehen. Auf jeden Fall finden wir, dass der Unterschied in der Streuung der Ballflüge klar für einen Premium-Ball spricht. Zumindest gilt dies für jeden Spieler, der nichts dem Zufall überlassen möchte. Es macht eben keinen Sinn viel Geld für einen Driver auszugeben, um dann eine alte, unberechenbare Murmel wegzuschlagen. 

Der unmessbare Faktor: Gefühl

Das Gefühl beim Treffen des Balls lässt sich schwer messen. Allerdings gibt es Spieler, die eher ein weiches (weniger Rückmeldung, niedrige Kompression) und Spieler die ein hartes Treffmomentgefühl (mehr Rückmeldung, hohe Kompression) bevorzugen. An der Schlagweite ändert dies allerdings recht wenig. Wir waren der Meinung, dass der Callaway Chrome Soft X, sowie der Titleist ProV1 ein sehr konstantes Treffmomentgefühl (eher hart) und auch Flugkurven erzeugten (was sich mit den Testergebnissen deckt). Auch der AD333 fühlte sich „gut“ (weicher) an, jedoch war uns das Gefühl der anderen beiden Bälle lieber. Aber das entscheidest du besser für dich selbst!  


Lesenswert: Golf Entfernungsmesser: Laser oder GPS-Uhr?

Der entscheidende Faktor: Kurzes Spiel

Für uns liegt der entscheidende Faktor für Hobbygolfer trotzdem nicht im langen Spiel. Und wer wären wir, wenn wir nur Driverschläge testen würden? Also holten wir auch die Wedges raus und gestalteten ähnliche Testbedingungen. Geschlagen wurde von einer Matte, damit sich kein Gras zwischen Schläger und Ball befinden kann.  

Genutzt wurde ein Callaway Mac Daddy 5 Jaws 58/10° Wedge mit einem KBS Tour V Schaft in stiff.

Die Testbedingungen waren ähnlich strikt:
AoA (Eintreffwinkel): +- 0,5° zu einem Attack Angle von -5°
Carry Schlagweite: 50 – 52 Meter
Mittiges Treffen: +- 2 mm vom Sweetspot
Dynamic Loft: +- 2° zu einem dynamischen Loft von 43°
10 gewertete Bälle

Hier haben wir die Bälle wieder eingesammelt und mehrere Schläge mit demselben Ball absolviert (uns sind in der Zwischenzeit die Bälle ausgegangen). 

Backspin mit dem Wedge

Jeder gute Golfer weiß, dass im kurzen Spiel gescored wird. Der Ball hilft bei einer guten „Drop & Stop“ Kontrolle. Mehr Backspin bei Wedgeschlägen bedeutet der Ball bleibt schnell liegen. Sehr vorteilhaft in schwierigen Situationen. Wir erreichten mit den Premium Bällen bessere, konstantere Ergebnisse. Diese sahen wie folgt aus: 

Ball Spinrate (Durchschnitt) Minimum Maximum Abweichung (von min – max)
Titleist ProV1x 8259 8192 8302 110 rpm
Callaway Chrome Soft X 7975 7891 8027 136 rpm
Srixon AD333 6432 5980 6753 773 rpm
* Range Bälle 4312 2125 5937 3812 rpm

*Range Bälle: Auch hier waren die Range Bälle nicht neu und wiesen Gebrauchsspuren auf. Wieder lassen wir den Ball nicht ins Fazit einfließen, finden diese Zahlen aber dennoch sehr interessant! 

Kurz gesteckte Fahnenposition
In solchen Situationen spielt der Ball eine tragende Rolle. Kurz gesteckte Fahnenpositionen sind schwer anzuspielen. Bild: Blue Bay Golf & Beach Resort, Curacao

In der Praxis sorgen die Spinwerte für ein abweichendes Flug- und Rollverhalten des Balls. Die Premium Bälle bleiben vergleichsweise schneller liegen und erreichten annähernd gleiche Schlagweiten, somit werden die Schläge kontrollierter und kurz gesteckte Fahnenpositionen leichter anzuspielen. Ein erheblicher Vorteil.

Auch in der Flughöhe und Abflugwinkel unterscheiden sich die Premiumbälle von der Mittelklasse. Wir erreichten einen Ballflug von knapp 10m Höhe (flach) mit dem ProV1x, ca. 12m mit dem Chrome Soft X (mittel) und ca. 15m (hoch) mit dem AD333.

Interessant: Trotzdem landeten alle Golfbälle mit einem Landewinkel von 43-45°, obwohl sie unterschiedlich hoch flogen. Dies ist auf den Effekt des Backspins zurückzuführen, der den Ball in der Luft „ausbremst“ und er dadurch steiler runterfällt. Demnach ist ein flacher Ballflug mit dem Wedge kein Problem (nur wenn er nicht genügend Spin entwickelt, um steil zu landen). Viele Pros schwören auf flache, mit viel Spin geschlagene Bälle mit den Wedges.

Vorgehensweise bei der Ballwahl

Wenn du die Zeit und Muse hast, dann schnappe dir verschiedene Golfbälle in deinem Proshop und begib dich auf zu einem ausführlichen Selbsttest. 

  1. Gehe auf das Puttinggrün – Das Gefühl des Treffens unterscheidet sich enorm, auch die Rollweite des Balls ist verschieden. Finde heraus was dir gefällt! 
  2. Chipping & Pitching – Premiumbälle haben mehr Spin, das steht fest. Spiele aus verschiedenen Entfernungen auf eine kurz gesteckte Fahnenposition. Untersuche die Ergebnisse genau, du solltest einen Unterschied feststellen können. Wenn nicht? Dann ist es die Mehrausgabe vielleicht nicht wert, aber dann sollte der Callaway Magna Ball zu deinem Spiel passen (siehe weiter unten). 
  3. Schlage deine Eisen und beobachte die Flugkurve und das Stopp-Verhalten des Balls. Analysiere das Gefühl des Treffmoments und entscheide was dir am besten gefällt. 
  4. Schlage deinen Driver. Im Optimalfall hast du einen Trainer mit einem Trackman oder ähnlicher Technologie in der Nähe, mit dem du das Spinverhalten und die Schlagweite messen kannst. 
  5. Dir ist das Ganze zu viel? Dann bist du mit einem Premium Ball immer auf der sicheren Seite. Nicht ohne Grund schwören viele gute Golfer auf Golfbälle in diesem Segment. Auch die Dispersion ist ein Grund für Premium. Golf ist schon hart genug, wer will einen Ball der weiter aus der Richtung fliegt?
  6. Beiße einmal in den sauren Apfel und bestelle dir 5-6 Dutzend Bälle auf einmal. So hast du einen Vorrat und bangst nicht jedes mal, ob du deinen Ball wieder findest. Du hast ja noch ein paar 😉

Unser Tipp für Beginner: Callaway Magna

Wenn du der Meinung bist, dass ein Premium Ball nicht das Richtige für dich ist, dann kann es nur einen Grund dafür geben: Deine Schläge sind nicht konstant genug und du hast zu häufig Fehlschläge. Und auch dafür gibt es eine Lösung im Golfball-Segment. Die Regeln schreiben nämlich nur eine gewisse Mindestgröße des Balls vor, nicht aber eine Maximalgröße. Warum? Weil kleine Bälle durch weniger Luftwiderstand weiter fliegen können. Sie sind aber auch schwerer zu treffen, da der Äquator des Balls niedriger liegt. Wird der Ball größer, ist der Effekt in etwa mit einem tief steckenden Tee im Boden zu vergleichen – es einfacher einen soliden Ballkontakt zu erreichen. 

Der Callaway Magna ist ca. 3% größer als der Durchschnittsball im Golfsport. Er hat das gleiche Gewicht als ein normaler Ball, erzeugt aber durch seinen größeren Durchmesser mehr Drag – was die Schlagweite reduziert. Deshalb ist er nicht für Spieler geeignet, die eine hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit und perfekte Treffmomente erzeugen. Somit fallen zwar ein paar Golfer aus dem Raster, die breite Masse kann aber durchaus von einem verbesserten Treffmoment und dem dadurch gewonnenen Ballspeed profitieren (was den Effekt des erhöhten Drags ausgleicht). Die Bälle sind für Turniere und Wettspiele zugelassen!

Unser Tipp für Sparfüchse

Wenn du den Nutzen in Premium Golfbällen siehst, dir sie aber schlichtweg zu teuer sind, dann gibt es noch eine weitere Lösung. Lakeballs! Lakeballs sind second hand Golfbälle, die aufbereitet und wieder verkauft werden. Sie werden in verschiedene Qualitätsstufen (AAAA, AAA, AA, usw.) eingeteilt, um den Zustand zu beziffern. Wir haben zwar keine Tests mit benutzten Bällen durchgeführt, sind aber der Meinung, dass die Qualität sehr schwankend sein kann. Wenn du das Risiko eingehen möchtest, dann ist dies sicherlich eine interessante Möglichkeit. Kaufe aber nach Möglichkeit nur die beste Güteklasse.  

Wir können Lakeballs aber uneingeschränkt als Übungsbälle empfehlen. So kannst du mit deinen Premium Bällen auch auf der Kurzspielanlage trainieren und musst keine neuen Bälle dafür „opfern“. 

Was super zu deinen Premium Übungsbällen passt, ist die passende Balltasche! Wenn du mit deinem neuen „Shag Bag“ auf die Übungsanlage kommst, bist du der absolute Hit!

Steffen Kefer Golfprofessional

Über den Autor:

Steffen Kefer ist PGA-Golfprofessional und leitete die PROject GOLFacademy im GC Bad Wörishofen e.V. Er publiziert regelmäßig Trainingsartikel im Deutschen Golf Journal und schreibt Schwungstudien für das Golfpunk Magazin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: