fbpx

Golf Entfernungsmesser: Laser oder GPS Uhr?

Laser oder GPS? – Das ist hier die Frage!

Früher oder später stellt sich ein Golfer die Frage, welcher Technologie er als Golf Entfernungsmesser vertrauen sollte. Wir helfen dir bei der Entscheidung, ob ein Golf Laser oder eine GPS Uhr die richtige Wahl für dich ist. Wir haben schon einige Produkte in unseren Golferleben getestet und geben dir einen Überblick über die Pros und Contras dieser beiden üblichsten Varianten zur Entfernungsbestimmung. 

Golf Entfernungsmesser: Warum?

Auch heute noch sind auf den großen Profi-Touren der Welt keine Entfernungsmesser zugelassen. Aber eines ist dennoch sicher, die Spieler wissen sehr exakt wie weit sie ihren Ball noch zu schlagen haben. Auch wenn sich das Prozedere etwas zeitintensiver darstellt, als einen Blick auf die Uhr oder durch ein Fernglas. Markierte Punkte auf den Fairways, Birdie-Books und Fahnenpositionen werden mathematisch miteinander verknüpft und führen somit zum gewünschten Ergebnis. Das kannst du in dieser Ausprägung überhaupt nicht machen, da dir die Informationen schlichtweg fehlen. Es dauert länger und seien wir auch mal ehrlich, richtig Spaß macht es auch keinen (Quelle: aus eigener Erfahrung). 

Für wen ist ein Golf Entfernungsmesser geeignet?

Jeder Golfer, der seinen Score zählt, sein Handicap verbessern möchte oder schlichtweg das beste Ergebnis spielen möchte, was ihm möglich ist. Im Grunde alle, die nicht einfach nur spazieren gehen. Damit ein Entfernungsmesser jedoch sinnvoll eingesetzt werden kann, solltest du deine Schlagweiten einigermaßen kennen. Diese sind noch recht variabel? Kein Problem, hier findest du einen Überblick über Schlagweiten in verschiedenen Handicapklassen. 


Lesenswert: Schlagweiten für Herren und Damen

Golf Entfernungsmesser sind nötig
Profis planen die Bahnen, hierfür sind exakte Entfernungsangaben notwendig

Siehe dir die Zeichnung des Par 5’s an und schaue dir an, wie man es spielen könnte.

  1. Der Spieler steht am Abschlag und misst für seinen ersten Schlag die Entfernung zum linken Fairwaybunker (215m). Er entscheidet sich für einen Schläger vom Abschlag, mit dem er den Bunker nicht erreicht und schlägt ein Holz 3.
  2. Nun steht er auf dem Fairway und hat noch weitere 240m zur Fahne. Nun teilt er sich die noch zu spielende Distanz in 2 Teile auf. Er würde gerne nach seinen Schlag noch genau 100m zur Fahne haben, da es die optimale Entfernung für sein PW ist. Also nimmt er sein Eisen 7 (für 140m). 

  3. Er hat das Eisen 7 nicht optimal getroffen und misst noch 106m zur Fahne. Er spielt dennoch sein PW, etwas vom rechten Fuß, um ein paar Meter mehr rauszuholen und trifft das Grün.  

Die Quintessenz aus dieser Darstellung liegt darin, dass ein paar Meter mehr oder weniger einen erheblichen Einfluss auf das gespielte Ergebnis nehmen können. Wäre der Spieler in unserem Beispiel von 100m mit seinem letzten Schlag auf das Grün ausgegangen, wäre der Ball vielleicht im Bunker gelandet? Und schon hat man einen oder zwei Schläge mehr auf der Scorekarte stehen. 

Jetzt aber wieder zurück zu unserem Golf Entfernungsmesser, welchen Vorteil bieten die Laser und für wen sind sie geeignet?

Laser als Entfernungsmesser

Du bist ein versierter Golfer und kennst inzwischen deine Schlagweiten. Du kannst sie auf +/- 10m eingrenzen. Dein Ziel ist es ein sehr guter Golfer zu werden und dich stetig zu verbessern. Training gehört ebenso dazu, wie auf dem Platz spielen zu gehen. 

Wenn das auf dich zutrifft, dann bist du höchstwahrscheinlich mit einem Laser besser beraten. Du kannst alles in deinem Sichtfeld anvisieren und ausmessen. Auch auf der Übungsanlage! Die Präzision eines Lasers ist unübertroffen.

Für wen geeignet:
– Ambitionierte Spieler

Vorteile:
– Genaue Messdaten, teilweise bis auf 15cm genau.
– Auch Landmarken lassen sich präzise anvisieren.
– Auch auf der Übungsanlage nutzbar.
– Keine Uhr am Handgelenk nötig.

Nachteile:
– Ruhige Hand erforderlich.
– Dauert länger, da man das Gerät jedes mal erneut aus dem Bag holen muss.

Preisrange: von 100,-€ – 600,-€

Laser aus verschiedenen Preisklassen:

GPS Uhr als Entfernungsmesser

Du spielst gerne Golf, gerne auch gut, aber das ist nicht alles für dich. Natürlich möchtest du ordentliche Ergebnisse spielen, aber überehrgeizig bist du nicht. Die Runde mit Freunden ist dir wichtiger als der reine Zählspielscore. Die paar mal die du auf dem Pitching Grün von verschiedenen Entfernungen spielst, kannst du die Entfernung auch ablaufen. Trotzdem kennst du deine Schlagweiten im Groben ganz gut und möchtest keine leichtsinnigen Fehler machen. 

Wenn das zu dir passt, steht dir eine GPS Uhr wahrscheinlich sehr gut! Sie sind einfach zu bedienen, mit einem Blick hast du die wichtigsten Infos – zumindest grob – im Blick. 

Für wen geeignet:
– Nicht überehrgeizig, dennoch ist der Score ist nicht nebensächlich

Vorteile:
– Auf einen Blick sind Entfernungen auf der Uhr ersichtlich.
– Meistens Anfang, Mitte & Ende Grün, teilweise auch Hindernisse.
– Schnelle Ermittlung der Entfernung

Nachteile:
– Fahnenpositionen sind nicht erfassbar.
– GPS nicht ganz so genau wie ein Laser. 
– Immer eine Uhr am Handgelenk (Störfaktor?)

Preisrange: 100,-€ – 550,-€

GPS Uhren aus verschiedenen Preisklassen:

Fazit

Beide Optionen sind durchaus besser, als keinen Golf Entfernungsmesser zu haben. Ich persönlich bevorzuge einen Laser, wie wahrscheinlich die meisten sehr guten Spieler auch. Die Möglichkeit ihn zum Üben zu benutzen, sowie die Tatsache, dass die genaue Fahnenposition bestimmt werden kann, sind Argumente für einen Laser. Allerdings verstehe ich jeden, dem das Gehabe jedes mal durch ein Fernglas zu schauen, zu viel ist. Da ist ein Blick auf die Uhr deutlich bequemer. Vor allem wenn noch viele Fehlschläge dabei sind, ist das Lasern unangenehm.

Somit würde ich jedem ambitionierten Spieler zu einem Laser raten und jedem Freizeitspieler zu einer GPS Uhr. Letzten Endes musst du es aber selbst entscheiden, was für dich wichtiger ist. Mit beiden Varianten liegst du in jedem Fall nicht verkehrt – das ist sicher. 

Steffen Kefer Golfprofessional

Über den Autor:

Steffen Kefer ist PGA-Golfprofessional und leitete die PROject GOLFacademy im GC Bad Wörishofen e.V. Er publiziert regelmäßig Trainingsartikel im Deutschen Golf Journal und schreibt Schwungstudien für das Golfpunk Magazin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: